Erfahrungen mit Kindern und Haustieren

Die TASSO-Community kommt zu Wort

Baby und Hund auf einer Wiese © Pixabay
Haustiere sind tolle Begleiter für Kinder

Im Frühjahr haben wir von TASSO unsere Leser darum gebeten, ihre Erfahrungen mit Kindern und Haustieren mit uns zu teilen. Viele Antworten und ausführliche Schilderungen haben uns erreicht. Unter den Teilnehmern dieser Kurzumfrage waren sowohl Eltern, die erst seit wenigen Wochen Kinder haben sowie auch jene, die bereits vor mehr als 30 Jahren Kinder großgezogen haben und mittlerweile ihre jetzigen Haustiere mit ihren Enkeln bekanntmachen. Die Grundausrichtung der Antworten war durch die Bank hinweg positiv. In den meisten Fällen lief die Familienzusammenführung sehr positiv und unkompliziert. Dennoch schilderten viele Teilnehmer, dass sie selbstverständlich besonders Acht gegeben haben. Einmal berichtete jemand zudem von einem großen Jagdtrieb seines Hundes, der erhöhte Vorsicht notwendig macht.

Keine Reue

Eines ist uns jedoch nicht begegnet: Reue. Darüber, dass man sich auf das Abendteuer Tier und Kind eingelassen hat. Im Gegenteil. Oft wurde geschrieben, wie froh man sei, sich nicht von anderen verunsichern lassen zu haben und das Tier wegzugeben, nur weil sich ein Kind angekündigt hat.

Einige Erfahrungsberichte haben wir ausgewählt, um sie hier mit Ihnen zu teilen.

  • Hunde, Katzen, Kinder – kein Problem

    Aktuell haben wir nur positive Erfahrungen gemacht. Unsere Tochter kam vor 2 Wochen auf die Welt und ist seit ca. 1,5 Wochen daheim. Wir haben einen Hund und 3 Katzen. Wir haben die Möbel frühzeitig aufgebaut. Zum einen zum Auslüften, zum anderen damit die Tiere alles kennenlernen können. Die Katzen durften auch im Bett liegen. Haben dann ca. 2 Wochen vor der Geburt angefangen, die Katzen aus dem Bett zu nehmen und quasi gesagt: „Nein, geht nicht mehr“. Hat bis heute (ohne weitere Besuche) geklappt. Unserer Hündin habe ich getragene Kleidung von unserer Tochter zum Riechen gegeben. Dieses hat sie sehr intensiv durchgeführt. Jetzt schaut sie neugierig am Bett, Kinderwagen usw., wenn die Kleine weint/schreit. Aber ganz entspannt und ruhig. Zuwendung bekommen alle Tiere weiterhin, nur eben mehr im Wechsel von Frauchen und Herrchen. Meine persönliche Meinung zu diesem Thema ist: Wer sich Zeit nimmt und fair zu seinem Tier ist (nicht immer klappt alles auf Anhieb), wird seine Familie/sein Rudel wunderschön erweitern und genießen.

  • Drei Söhne und die Boxer

    Schon als ich geboren wurde, gab es unseren Boxer Conny, der mich liebte und beschützte. Es gab keinen Tag (und wird es hoffentlich auch nie geben) in meinem Leben ohne Hund an meiner Seite! So auch nicht als unser erster, dann der zweite und zum Schluss unser dritter Sohn geboren wurde. Die zwei ersten Söhne wurden von Boxerhündin Cora liebevoll aufgenommen und der jüngste Sohn ebenso freundlich von Boxerrüden Dexter. Wir haben gleich nach Ankunft des Babys unsere Hunde das Kind ausgiebig beschnuppern lassen und es war dann klar: wir gehören zusammen! Niemals gab es ein Knurren oder Bösewerden. Unsere mittlerweile erwachsenen Söhne sind glückliche tierliebe Menschen geworden und waren als Kinder sehr selten krank. Bei Familientreffen sprechen wir oft von der wunderschönen Zeit mit den Hunden. Heute gibt es Rudi, er wird hoffentlich ein ebenso liebevoller Freund für unsere Enkelkinder!

  • Vier Katzen sind immer dabei

    Wir haben zwei erwachsene Kinder und seit etwa 30 Jahren mindestens immer vier Katzen. Mit regelmäßiger Umsicht und Zuwendung zu Katzen und Kindern funktioniert das bestens. Ich denke kein Kind wird böse sein, wenn es diese Erfahrung machen durfte. Damit lernt man fürs Leben, Verantwortung, Nachsicht, Freude und Trauer. Es gibt nichts Schöneres, als wenn ein Tier freiwillig die Nähe seines Menschen sucht und auch abends mit zum Schlafen ins Bett kommt. Der Mittagsschlaf oder jede Krankheit waren immer nur halb so schlimm, wenn eine Katze dabei war.

  • Entgegen aller „Ratgeber“: Die Katzen sind geblieben

    Zwei Kater gehörten bereits zum Haushalt, als sich das Baby ankündigte. NIE stand für mich die Trennung von den Katzen zur Debatte  sehr zum Leidwesen mancher „guter Ratgeber“! Und es gab von Anfang an keinerlei Probleme mit Kind und Katzen. Unser älterer Kater bewachte das Baby den ganzen Tag und verbrachte Stunden unter dem Stubenwagen. Später war der jüngere Kater ein idealer Spielgefährte für mein Kind und noch heute sehe ich vor mir, wie der Kater Spielsachen apportierte. Das war vor über 20 Jahren und die Liebe zu den Katzen ist auch auf mein Kind übergegangen. Keiner von uns will je ohne Schmusetiger leben.

  • Der Hund als Therapiebegleiter

    Wir sind eine vierköpfige Familie, in der viele Tiere leben. Als die Kinder geboren wurden, lebte ein alter Kater in der Familie. Es war beide Male schwer für ihn, aber mit genug Rückzugsmöglichkeiten war es kein Problem. Als sich herausstellte, dass Kind Nummer 2 an einer Wahrnehmungsstörung litt, schlugen die Ärzte schwere Tabletten vor. Gott sei Dank fanden wir eine Therapeutin, die uns als Alternative einen Hund als Therapie vorschlug. Wir wägten ab und kurze Zeit später zog ein Labradorwelpe ein. Es war eine anstrengende, aber auch schöne Zeit. Nun ist 1 Jahr vergangen und Kind Nummer 2 gilt als austherapiert und lebt ein normales Leben. Allerdings immer mit einem treuen Begleiter an seiner Seite. Ich liebe jeden Moment mit Kindern und Hund.

  • Kater Quentin war immer mit dabei

    Unser Kater Quentin lebte schon bei uns als ich schwanger wurde. Als ich mit unserer Tochter aus dem Krankenhaus nach Hause kam, durfte er als erstes das Baby abschnüffeln. Wenn das Baby gefüttert wurde, durfte er mit dabei sein und erhielt anschließend den Flaschen - oder Breirest. Dadurch entstand keine Eifersucht und er „passte sogar auf unsere Tochter auf“, indem er zur Kinderzimmertür lief, wenn sie wach wurde und maunzte. Später haben sich die beiden toll verstanden. Er hat sich zum Beispiel im Puppenwagen fahren lassen. Auch mit unserer 2. Tochter lief es genauso. Ich würde es immer wieder so machen.

  • Die Dobermänner nicht weggegeben

    Wir haben zwei Dobermänner (7 und 3 Jahre alt). Diese waren immer freundlich zu Kindern. Letztes Jahr im September sind wir Eltern im Doppelpack geworden. Unsere beiden Dobis haben die beiden sofort ins Rudel aufgenomnen und es gab noch nie einen Moment, in welchem wir uns hätten Sorgen machen müssen. Was aber natürlich nicht heißt, dass wir jemals die Kinder alleine mit den Hunden lassen würden. Wir lieben unsere Kinder und wir lieben unsere Hunde. Alle vier sind Teil unserer Familie und beide erhalten den nötigen Respekt und Liebe. Im Voraus haben wir sehr viele „Ratschläge und gut gemeinte Tipps“ erhalten und die besten waren natürlich von „netten Mitbürgern“, welche selbst noch nie einen Hund gehabt haben. Wir müssten bei den großen Dobermänner aufpassen, diese werden bestimmt eifersüchtig und können den Kindern was antun. Die beste Frage war, was mit den Hunden jetzt wäre, jetzt wo wir Nachwuchs bekommen?!?! Wir dachten, wir hören nicht richtig!

  • Die Katzen schlafen heute an den Füßen

    Wir haben unser erstes Kind im Herbst 2007 bekommen. Zum damaligen Zeitpunkt hatten wir vier Fellnasen (Katzen), die zu unserer Familie gehörten. Wir haben unsere Katzen daran gewöhnt, nicht auf Kopfhöhe zu schlafen, sondern nur zu unseren Füßen im Bett auf ihren großen Handtüchern und Decken. Auch haben wir den Katzen den Zutritt zum fertig eingerichteten Kinderzimmer gestattet, als unser Sohn noch nicht auf der Welt war. Auch durften sie vorher den Stubenwagen, Maxi Cosi, Kinderwagen, etc. inspizieren, so dass alles für sie nicht mehr interessant war. Es gab keine Probleme, als unser Sohn geboren wurde. Sie legten sich, wie beigebracht, auch nur zu seinen Füßen. Für unsere mittlerweile drei Kinder ist das Zusammenleben mit Tieren eine große Bereicherung und ich würde es jederzeit wieder so machen! (Obwohl uns von vielen nahegelegt wurde, die Katzen abzugeben!)

 

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