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Tierschutz im Ausland: Auch Straßenhunde haben ein Recht auf Leben

August 2009 - Neueste Entwicklung: Tierschützer üben Druck auf Rumänien aus

Dank einer großen Protestwelle vieler TASSO-Leser, Medienrummel, dem mutigen Vor-Ort-Auftritt des ETN mit Prinzessin Maya von Hohenzollern und dem unermüdlichen Einsatz des bmt vor Ort, ist es erstmalig gelungen, den Bürgermeister von Brasov/Rumänien zum Einhalt seiner grausamen Tötungspolitik der Straßenhunde zu bewegen. Seit 2 Jahren kämpft der bmt – und an seiner Seite TASSO und der ETN - darum, die Straßenhunde in der rumänischen Karpatenstadt zu kastrieren anstatt zu töten. Ein mühsamer und langwieriger Kampf, der nun endlich in eine Art Waffenstillstand gemündet ist.

Momentan werden keine neuen Tiere mehr eingefangen, alle Hunde aus der Tötungsstation ins Tierheim gebracht und gefüttert. Eine Mitarbeiterin des bmt ist dauerhaft vor Ort und wacht über die Einhaltung der Vereinbarungen.

Der bmt arbeitet jetzt an den nächsten Schritten, um das "Castrate-and-Release"-Programm in Brasov endlich breit angelegt durchführen zu können.

Was bisher geschah:

Straßenhund2Rumänien ist im Umgang mit seinen Straßenhunden nicht weniger zimperlich als Ungarn, Polen oder Südeuropa. Straßenhunde sind ohne Rechte, weil sie nicht zu den Haustieren zählen. Sie werden überall gejagt und auf brutalste Weise getötet, weil sie nicht selten Überträger der gefürchteten Tollwut sind und sie kaum jemand braucht und leiden kann. Sie ernähren sich von dem Wenigen, was die Müllreste noch hergeben und wer im eiskalten Winter überlebt, hat Glück gehabt.
 
Das rumänische Gesetz sieht im Hinblick auf die Straßenhunde vor, dass sie eingefangen werden, in Tötungsstationen kommen und nach 2 Wochen Aufbewahrungsfrist getötet werden. Dass die Hunde in Rumänien keine Spritze zum Einschlafen erhalten, dürfte sich von selbst verstehen. Das Einfangen der Straßenhunde funktioniert gut, denn es ist ein lukratives Geschäft. So zahlt die Gemeinde umgerechnet 25 Euro pro Hund. Bei einem durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommen von 200 Euro ist das ein lohnenswerter Nebenerwerb.
 
Töten kostet Geld, das in der Rettung von Hundeleben besser angelegt wäre

Die zweitgrößte Stadt des Landes, Brasov, hebt sich ein klein wenig von der für Süd- und Osteuropa ganz normalen Grausamkeit gegen die Straßenhunde ab. Zumindest sind Ansätze erkennbar, die Anlass zur Hoffnung geben. Der Bürgermeister von Brasov, George Scripcaru, ist überzeugt davon, dass sich in seiner Stadt in Bezug auf die Straßenhunde etwas ändern muss. Auch wenn ihn ganz andere Gründe bewegen als die Tierschützerin Petra Zipp vom bmt, die das Straßenhundeprojekt in Brasov vor einigen Jahren ins Leben gerufen hat. Rumänien braucht den Tourismus wie alle anderen Schwellenländer, will sich der Welt nicht als roh und mittelalterlich präsentieren und in der EU mithalten können.
 
So kam es 2007 auch zu ersten Gesprächen des rumänischen Bürgermeisters und dem bmt. Allerdings ist der Tierschutz hier von noch kleineren und unsicheren Schritten geprägt als in Deutschland. Eine Gesetzesänderung ist zäh und bedarf unendlich vieler Verhandlungsrunden, weil zu viele Interessen miteinander kollidieren. Politik und Lobbyismus sind auch in Brasov stark miteinander verschmolzen. Zumindest sind sowohl die internationalen als auch die lokalen Medien durch die unermüdliche Arbeit der Tierschützer langsam aufmerksam geworden.
 
Letztendlich wird sich der Erfolg einstellen, die Hunde nach und nach medizinisch versorgt, kastriert, gekennzeichnet und registriert werden. Das Ziel des „Castrate-and-Release“-Programmes ist es, die Straßenhundepopulation in den nächsten Jahren durch Kastration auf ein für die Hunde erträgliches Maß zu reduzieren.
 
EU-Bürger sind sich einig: Straßenhunde sollen leben! Bereits 60.000 Unterschriften gesammelt


Straßenhund3
Ohne die Hilfe der EU geht es nicht. Deswegen fordern wir die EU auf, Verantwortung zu übernehmen. Unterzeichnen Sie die Resolution „Auch Straßenhunde haben ein Recht auf Leben“ an die EU indem Sie sich das PDF zum Unterschreiben und Verschicken runterladen! Danach an TASSO schicken.
 
Was Sie noch tun können:
Geben Sie einem rumänischen Hund ein Zuhause. Viele Hunde konnte der bmt aus den Tötungsstationen retten und nach Deutschland bringen. Jetzt warten die Tiere sehnsüchtig auf ein neues Zuhause. Über Ihren Anruf oder ein E-Mail freut sich Petra Zipp vom bmt: 07121.820170 oder petra.zipp@bmt-tierschutz.de
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