zurück zur Übersicht Niereninsuffizienz - Wann Katze gehen lassen? 03.02.2015 von Katharina H. Hallo, meine Katze ist über 14 Jahre alt. Seit einem halben Jahr ist eine chronische Niereninsuffzienz bekannt. Sie hat stark abgebaut, frisst sehr wenig und ist noch schlanker als vorher. Das größte Problem für uns ist die Unsauberkeit. Passierte ihr es anfangs nur im Flur, so macht sie inzwischen sogar in die Kinderzimmer (Kot und Urin). Was uns sehr verunsichert ist das ständige "Schreien" der Katze. Gesprächig war sie schon immer sehr, jetzt miaut sie teilweise so laut, dass sie mich nachts aufweckt. Sie ist dann zufrieden, wenn sie aus dem Wasserhahn trinken kann (es steht überall Wasser für die Katzen bereit) oder sie auf den Arm bei mir kann. Der Tierarzt hat Pronefra verordnet und seit ein paar Tagen noch zusätzlich Schmerzmittel (Metacam). Wir haben nicht den Eindruck, dass es ihr mit Schmerzmittel besser geht. Mir fällt es schwer die Gesamtsituation einzuschätzen und bitte daher um eine zweite Meinung bzgl. Einschläferung. Ich will sie nicht leiden lassen, bin aber sehr verunsichert. Antwort von Tierärztin Dr. Bettina Schmidt Sehr geehrte Frau H., das ist keine einfache Situation. Richtig beurteilen kann ich das nicht aus der Ferne. Das Problem ist, dass eine chronische Niereninsuffizienz nicht geheilt werden kann. Der ständige Durst und die Gewichtsabnahme können darauf hin deuten, dass sich die Nierenwerte verschlechtert haben. Ist eine Schilddrüsenüberfunktion und Diabetes ausgeschlossen? Eventuell sollte man dies mittels Blutprobe nochmal abklären und dabei auch nochmal aktuell die Nierenwerte kontrollieren. Wenn Ihre Katze aber weiter abbaut, da sie ja zuwenig frisst und zudem nicht mehr sauber sein kann und nachts schreit, kann der Zeitpunkt, um sich zu verabschieden, näher kommen. Es ist dann auch in Ordnung, diese Entscheidung zu treffen und sie gehen zu lassen; nicht unbedingt muss bis zum allerletzten Moment gewartet werden, sondern man sollte sie dann gehen lassen, solange sie sich noch nicht quält. Liebe Grüße, B. Schmidt,
Antwort von Tierärztin Dr. Bettina Schmidt Sehr geehrte Frau H., das ist keine einfache Situation. Richtig beurteilen kann ich das nicht aus der Ferne. Das Problem ist, dass eine chronische Niereninsuffizienz nicht geheilt werden kann. Der ständige Durst und die Gewichtsabnahme können darauf hin deuten, dass sich die Nierenwerte verschlechtert haben. Ist eine Schilddrüsenüberfunktion und Diabetes ausgeschlossen? Eventuell sollte man dies mittels Blutprobe nochmal abklären und dabei auch nochmal aktuell die Nierenwerte kontrollieren. Wenn Ihre Katze aber weiter abbaut, da sie ja zuwenig frisst und zudem nicht mehr sauber sein kann und nachts schreit, kann der Zeitpunkt, um sich zu verabschieden, näher kommen. Es ist dann auch in Ordnung, diese Entscheidung zu treffen und sie gehen zu lassen; nicht unbedingt muss bis zum allerletzten Moment gewartet werden, sondern man sollte sie dann gehen lassen, solange sie sich noch nicht quält. Liebe Grüße, B. Schmidt,