zurück zur Übersicht Chronische Ohrenentzündung, Docybactin, Easotic bei kaputtem Trommelfell 02.12.2020 von Bianca R. Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Hündin mit 12 Jahren aus dem Tierschutz übernommen. Sie kam mit einer seit Jahren chronischen Ohrenentzündung. Wir sind damit jetzt schon über 1,5 Jahre beschäftigt. Die Ohren wurden gespült. Dabei wurde festgestellt, dass das linke Trommelfell kaputt ist. Dementsprechend wurden die Medikamente pro Ohr angepasst. Zuerst schien alles gut zu werden. Mittlerweile hat sie aber einen MSRA Keim in beiden Ohren. Deshalb soll sie nun 4 Wochen Docybactin einnehmen und in beide Ohren soll Easotic für 4 Wochen. Auf dem Beipackzettel steht aber, dass man das nur 5 Tage macht und es das Trommelfell angreifen kann. Zudem soll es nicht in Ohren, wo das Trommelfell kaputt ist. Da das Trommelfell im linken Ohr nicht mehr zu sehen ist, weiß nun keiner, ob es mittlerweile wieder geheilt ist oder nicht. Ich soll die Tropfen dennoch rein machen, weil es wohl keine andere Möglichkeit mehr gibt. Ich habe aber sehr viel Angst, dass im linken Ohr dann alles noch schlimmer wird und meine Hündin auf dem rechten Ohr auch noch taub wird (bis jetzt hat sie noch gehört). Wir werden in der Tierklinik eigentlich gut betreut, aber ich hätte gerne eine zweite Meinung. Vielen Dank. Antwort von Tierärztin Dr. Anette Fach Sehr geehrte Frau R., grundsätzlich sollte man sich sicherheitshalber an die Vorgaben im Beipackzettel halten. Speziell wenn ein defektes Trommelfell den Einsatz bestimmter Mittel verhindert. Es gibt Mittel, die auch bei unklarem Trommelfellbefund eingesetzt werden können. Eventuell kann der Keim systemisch mit Antibiotikum und zusätzlich lokal mit einem anderen, aber trommelfellverträglichen Mittel behandelt werden. Das würde ich auch vom aktuellen zytologischen Befund abhängig machen. Gegebenenfalls hilft ein dermatologisch spezialisierter Tierarzt hier weiter (Ohr gehört in diesem Fall zu Haut :-)). Alles Gute und beste Grüße Anette Fach
Antwort von Tierärztin Dr. Anette Fach Sehr geehrte Frau R., grundsätzlich sollte man sich sicherheitshalber an die Vorgaben im Beipackzettel halten. Speziell wenn ein defektes Trommelfell den Einsatz bestimmter Mittel verhindert. Es gibt Mittel, die auch bei unklarem Trommelfellbefund eingesetzt werden können. Eventuell kann der Keim systemisch mit Antibiotikum und zusätzlich lokal mit einem anderen, aber trommelfellverträglichen Mittel behandelt werden. Das würde ich auch vom aktuellen zytologischen Befund abhängig machen. Gegebenenfalls hilft ein dermatologisch spezialisierter Tierarzt hier weiter (Ohr gehört in diesem Fall zu Haut :-)). Alles Gute und beste Grüße Anette Fach