zurück zur Übersicht Distichiasis 05.01.2010 von Gerd R. Unser 9 Wochen alter Welpe (gr. Schweizer Sennenhündin) leidet unter einer sehr starken Distichiasis an beiden Augen. Wie groß ist die Chance der kompletten Heilung nach einem oder evtl. mehreren operativen Eingriffen? Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Gerd R. Antwort von Tierarzt Marcus Lewitschek Sehr geehrter Herr R. Die Distichiasis ist eine Erkankung, bei der wimpernähnliche Haare aus den sog. Meibomschen Drüsen heraus wachsen und in Richtung der Augenoberfläche zeigen, was dort zu einer mechanischen Störung und damit häufig zu einer Entzündung führt. Wenn die Reizung zu stark wird, kann der Hund sein Auge leicht in die Augenhöhle zurück ziehen (er hat dafür einen kleinen Muskel hinter dem Auge), was dann letztlich dazu führen kann, dass sich die Lider nach innen rollen (Entropium) und so die Problematik noch verstärken. Die Distichiasis ist nur chirurgisch zu beheben und hat in der Regel eine sehr gute Prognose. Ich kann mich nur an ganz wenige Hunde erinnern, die zweimal operiert werden mussten. Es gibt unterschiedliche Techniken. Welche Technik verwendet wird, sollte man dem Chirurgen überlassen. Mit freundlichen Grüßen, M.Lewitschek
Antwort von Tierarzt Marcus Lewitschek Sehr geehrter Herr R. Die Distichiasis ist eine Erkankung, bei der wimpernähnliche Haare aus den sog. Meibomschen Drüsen heraus wachsen und in Richtung der Augenoberfläche zeigen, was dort zu einer mechanischen Störung und damit häufig zu einer Entzündung führt. Wenn die Reizung zu stark wird, kann der Hund sein Auge leicht in die Augenhöhle zurück ziehen (er hat dafür einen kleinen Muskel hinter dem Auge), was dann letztlich dazu führen kann, dass sich die Lider nach innen rollen (Entropium) und so die Problematik noch verstärken. Die Distichiasis ist nur chirurgisch zu beheben und hat in der Regel eine sehr gute Prognose. Ich kann mich nur an ganz wenige Hunde erinnern, die zweimal operiert werden mussten. Es gibt unterschiedliche Techniken. Welche Technik verwendet wird, sollte man dem Chirurgen überlassen. Mit freundlichen Grüßen, M.Lewitschek