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Blutohr

von Miriam W.

Hallo, bei unserem Airdale-Terrier (6 Jahre) ist mir vor ca. 2,5 Wochen aufgefallen, dass sein Ohrläppchen innendrin eine dicke Stelle aufweist. Habe dies 1-2 Tage beobachtet und bin dann ab zum Tierarzt, da es nicht weg ging. Dort wurde er untersucht und v. a. Othämatom (Blutohr) festgestellt. Er hat Schmerzmittel bekommen und Traumeel Gel zum auftragen. Wir sollten es damit versuchen und falls es dicker wird uns nochmals vorstellen. Dies haben wir dann einige Tage gemacht, aber das Ohrläppchen wurde dicker an der Stelle, an der die Flüssigkeit bzw. Blut gesammelt ist. Also nochmals ab zum Tierarzt. Ohr wurde nochmals angeschaut und zusätzlich Fieber gemessen. Temparatur ist normal und das Ohr immer noch dick. Wir haben erneut Schmerzmittel bekommen, da es meinem Hund schmerzt, wenn man ans Ohr hinkommt und sollen weiterhin das Traumeel Geld drauf machen. Es kann mehrere Wochen dauern, bis das Blutohr abheilt oder eine Besserung zeigt. Ich habe meinen Tierarzt auf eine Punktion angesprochen, da ich dies im Internet gelesen habe. Dieser meinter aber, dass es nicht notwendig ist, da die Stelle für eine Punktion noch zu dünn/klein ist. Durch eine Punktion würde er es riskieren trotz Steriler Arbeit, dass es sich bakteriell entzündet. Wie viele Tage/Wochen kann es denn noch dauern, dass durch das aufzutragenede Gel eine Besserung eintritt? Kann man noch etwas Zusätzliches unternehmen, damit es schneller heilt? Da ich nicht das nötige Geld für eine OP hätte, brauche ich dringend einen Rat, da im Internet oft stand, dass auch oft eine Operation vollzogen werden muss.

Tierärztin Dr. Anette Fach

Antwort von Tierärztin Dr. Anette Fach

Sehr geehrte Frau W., für die Behandlung eines Blutohres gibt es verschiedene Optionen. Von der medizinischen Seite her gibt Ihnen der Tierarzt eine Therapieempfehlung. Wenn mehrere Varianten möglich sind, spielen auch die weiteren Umständen wie z.B. Narkosefähigkeit des Tieres, wirtschaftliche Möglichkeiten des Tierbesitzer etc. eine Rolle. Wenn nur eine kleine Stelle in der Ohrmuschel mit Blut gefüllt ist, die Schwellung das Tier nicht sehr stört und sie nicht größer wird, kann man eine konservative Therapie ohne Punktion und OP durchführen. Sollte keine Besserung eintreten, kann immer noch punktiert oder operiert werden. Dies entscheidet sich dann je nach Verlauf der Erkrankung. Im Zweifelsfall sollte der Hund erneut beim Tierarzt vorgestellt werden. Es ist richtig, jede Punktion stellt ein potentielles Infektionsrisiko dar. Wenn allerdings sterile Kriterien geschaffen werden, ist dieses Risiko doch erfahrungsgemäß sehr gering. Dies gilt selbst bei wiederholter Punktion. Gute Besserung und herzliche Grüße Anette Fach

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