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Rutenamputation

von Klaus P.

Bei meinem 10 Jahre alten Golden Retriever ist eine violsche Drüse am Schwanzbereich festgestellt worden. Sie soll nun entfernt werden. Ich habe von Bekannten gehört, dass bei ihnen 2 Wochen nach der Entfernung der Drüse die Hunderute amputiert werden musste, da die Rute abgestorben ist. Ich habe jetzt Angst. Wie kann es dazu kommen? Ist die Drüse zu groß geworden,? Ist der Wundbereich der Drüse zu eng vernäht worden? Wie groß ist die Gefahr, dass die Rute aus anderen Gründen abstirbt und der Hund zweimal innerhalb kurzer Zeit unter Narkose gesetzt wird und nochmals operiert werden muss. Mein Tierarzt sagte ich soll mir keine Sorgen machen

Tierärztin Dr. Bettina Schmidt

Antwort von Tierärztin Dr. Bettina Schmidt

Sehr geehrter Herr P.,
eine Entfernung der Drüse ist eigentlich nur nötig, wenn sie dauerhaft entzündet und verdickt ist. Sofern sie keine Probleme bereitet, würde man nicht operieren.
Eine Vergrößerung der Violschen Drüse hängt oft mit erhöhtem Hormonspiegel der Androgene zusammen, weshalb auch ein Hodentumor ausgeschlossen sein sollte. Wenn die Hoden aufgrund eines Hodentumors entfernt werden müssen, dann wirkt sich dies positiv auf die Violsche Drüse aus und sie verkleinert sich wieder. Beim unkastrierten Rüden, der keinen Hodentumor hat, kann auch eine vorübergehende Kastration mittels Kastrationschip durchgeführt werden.
Vorher versucht man aber, über die Gabe von Antibiotika, der Fütterung von ungesättigten Fettsäuren und lokaler Behandlung, die Entzündung und Schwellung der Drüse zu behandeln. Wenn der Verdacht auf einen Tumor in der Violschen Drüse besteht, sollte dies vor einer Operation durch eine Feinnadelaspiration abgeklärt werden.
Da an der Rute wenig Hautgewebe da ist, sollte die Operation von einem Chirurgen mit Erfahrung vorgenommen werden, damit im Nachhinein keine Abschnürung entsteht.
Viele Grüße, B. Schmidt

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