© Daniela Lutterbey
Der genaue Tag war der 23.01.2025, wir konnten die Uhrzeit eingrenzen, zwischen 13.30 Uhr und 14.30 Uhr. Unser Kater Cookie war einfach verschwunden. Unseren drei Kindern hat es das Herz gebrochen.
Ja, er war ein Hofkater, aber sein kleiner Kater-Kumpel und er verließen nie das große Grundstück. Sie liefen Tag wie Nacht bei uns herum oder schliefen friedlich an ihrem Lieblingsort vor unserer Haustür. Sie kamen, wenn wir pfiffen, angeflitzt, fuhren auf den Kinderfahrzeugen mit durch den Garten, liefen überall wo man gerade auf dem Grundstück werkelte mit, machten Kunststücke mit den Kindern.
Der kleine Kater (ja, ein wirklich kleiner Kater, denn er war einfach von Anfang an ein Winzling, benahm sich aber wie ein Riese) war plötzlich verschwunden. Wir suchten immer und immer wieder die Umgebung ab, fuhren nachts mit Nachtsichtgeräten durch die Gegend, verteilten Flyer, machten Aufrufe im Messenger-Status, teilten es in Social-Media, informierten Tierheime, Tierärzte und alle Bekannten.
Irgendwann nach zwei Wochen bekamen wir eine Nachricht auf Social-Media, dass eine ältere Dame ihn in ihrer Garage gesehen hat, er aber wieder fort ist. Wir fuhren so oft dorthin, suchten in der Umgebung, erfolglos. Die Tage und Wochen vergingen, aber kein Tag verging, ohne dass die Kinder von ihm erzählten oder nach ihm fragten. Selbst einem Todfund gingen wir nach, zu unserem Glück nicht unser kleiner Kater.
Mein Mann und ich waren uns sicher, dass ihm etwas passiert sein muss. Unsere Tochter war sich sicher, dass er lebt, es ihm gut geht und er geklaut wurde. An einem sonnigen Tag im März räumten wir den Schuppen der Kinder auf und sortierten die Spielsachen. Diesen Schuppen liebten unsere beiden Kater und unsere Tochter sagte, nachdem wir fertig waren, jetzt kommt Cookie bestimmt wieder, damit er dort wieder Mäuse suchen kann, wo es nun so schön ordentlich hier ist. Ich musste schmunzeln und bewunderte sie für ihren eisernen Glauben, dass der kleine Kater zurückkommen wird.
Drei Tage später saßen wir am Abendbrottisch, mein Handy klingelte, eine Nummer, die ich nicht kannte. Es meldete sich TASSO, eine nette Frau fragte, ob wir Cookie noch vermissen und dass sich jemand gemeldet hat, der ihn gefunden hat. Mir fehlten die Worte. Wir bekamen eine Telefonnummer vom Finder und riefen natürlich sofort dort an. Es war Cookie, der bei ihnen war.
Als wir den Ort hörten, aus dem sie kamen, staunten wir nicht schlecht. Sofort machten wir uns auf den Weg um ihn abzuholen, mit jedem Kilometer den wir fuhren wurde es unglaublicher, dass Cookie so weit gelaufen sein soll. 64 Tage war er weg, 28,3 Kilometer entfernt, wurde er gefunden, unglaublich.
Ein großes Dankeschön an TASSO, ohne TASSO wäre es nicht so leicht gewesen, für uns Cookie als vermisst zu melden und für den Finder uns zu finden. Ein besonders großes Dankeschön geht an die Finder und deren Ehrlichkeit! Das ist heutzutage nicht selbstverständlich und wir sind unendlich Dankbar!